German Zero – Klimaentscheid

Hintergrund und Rahmenbedingungen

Der gemeinnützige sowie überparteiliche und unabhängige Verein German Zero mit Sitz in Hamburg wurde im Herbst 2019 gegründet. Das Team besteht aus ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen, die sich dafür einsetzen, dass die Erderwärmung auf 1,5°C begrenzt wird. Dafür hat der Verein einen 1,5-Grad-Klimaplan entwickelt, der als Grundlage für einen Gesetzesentwurf für ein 1,5-Grad-Klimaschutzgesetz 2022 dienen soll. Demzufolge ist eine Klimaneutralität für Deutschland schon bis 2035 dergestalt vorgesehen, dass die netto Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2035 auf Null zurückgehen. Derzeit arbeitet ein 15 köpfiges Kampagnen- und Expert*innenteam an der Weiterentwicklung und Umwandlung des Klimaplans in ein wirksames Gesetzespaket. Das Ziel von German Zero ist es, die notwendigen politischen Mehrheiten zu organisieren, damit die Maßnahmen des Klimaschutzgesetzes in den nächsten Koalitionsvertrag einfließen können.

Umsetzung und Teilnahme

Als Privatperson kann man sowohl ehrenamtlich zur Kampagnenunterstützung beitragen, als sich auch mit einer Spende beteiligen. Für Kommunen und Städte gibt es die Möglichkeit, sich von German Zero bei einemKlimaentscheid unterstützen zu lassen. Innerhalb eines Klimaentscheids können in Form eines Bürger*innenbegehrens das Ziel der Klimaneutralität und die Unterstützung für die Erreichung dieses Ziels gefordert werden. German Zero steht den Städten und Kommunen während eines Klimaentscheids durch die ehrenamtlich Mitarbeitenden beratend zur Seite. Um einen Klimaentscheid zu organisieren, muss zunächst ein Starterteam gegründet werden. Dafür werden Informationen über das Team und die klimapolitische Lage der Kommune gesammelt. Dann wird ein sogenannter „Kick-off-Termin“ vereinbart, der in Form eines Video-Workshops stattfindet. Innerhalb dieses Gesprächs stellt German Zero dem lokalen Team den Klimastadtplan-Generator und das Verfahren rund um einen Klimaentscheid vor.

Auf der Grundlage lokaler Daten kalkuliert der Generator eine Überschlagsrechnung, die aufzeigt, wo und wie die entsprechende Kommune ihren Ausstoß von Treibhausgasen senken kann. Außerdem werden gleichzeitig Kosten, benötigte Investitionen und Personal, sowie die Arbeitsplatzeffekte für die regionale Wirtschaft grob quantifiziert. Der Klimastadtplan-Generator funktioniert für jede Kommune mit mehr als 5.000 Einwohner*innen in Deutschland. Das Zieljahr kann zwischen 2030 und 2035 variieren, der Grad des Aufwandes der einzelnen Maßnahmen kann fein justiert werden und zusätzliche Klimamaßnahmen ergänzen. Die Berechnungen ersetzen nicht die konkrete Planung durch die Kommune selbst, sollen diese aber anstoßen. Nach der Berechnung erhält das Team vor Ort den Klimastadtplan als ausgestaltete Broschüre im Umfang von etwa 40 Seiten. Als ein Beispiel ist die Stadt Darmstadt zu nennen, die ihren Klimaentscheid mit der Hilfe von German Zero umgesetzt hat.

Weitere Informationen: